Buchprojekt: Agroforst und Keyline Design als Lösungswege in der Klimakrise

Die Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland hat wieder einmal gezeigt, welche Folgen tagelanger, starker Regen mit sich bringen kann.

Klar wird: Um uns an den Klimawandel anzupassen, brauchen wir ein verändertes Wassermanagement mit mehr Raum für Wasserretention.

Könnte eine wasserrückhaltende Landschaftsgestaltung mit mehr Agroforst und der Methode des Keyline Design einen Unterschied machen und Lösung sein? 
Zu dieser Frage schreiben Philipp Gerhardt und Sassa Franke, Initiatorin des NetzwerkWasserAgri, gerade ein Buch.
Philipp Gerhardt hat dazu auf dem Waldgartenkongress 2024 einen Vortrag gehalten (siehe unsere Videomitschnitte)

Damit es erscheinen kann, haben sie ein Crowdfunding gestartet. Viele haben bereits beigetragen, aber auf den letzten Metern wird noch Eure Unterstützung gebraucht – indem Ihr ein Buch vorbestellt, eine Exkursion zu einer Brandenburger Klimalandschaft bucht, eine Baumpatenschaft übernehmt oder einfach so mit einem finanziellen Beitrag für Euer gutes Karma leistet. Danke für Eure Hilfe!  Alle weiteren Informationen und einen Kurzfilm zum Buchprojekt gibt es hier.

Bislang ist kaum bekannt, dass unsere Eingriffe in die Landschaft – und nicht nur Klimagase wie CO2 – die globale Erwärmung verstärken. Der »kleine Wasserkreislauf« aus Bodenfeuchte, Verdunstung, Tau- und Wolkenbildung bestimmt wesentlich das Klima. Wo wir riesige Flächen entwässert und entwaldet haben, heizen trockene Böden die Luft auf. Ohne Bäume fehlt die Kühlung und es regnet weniger, Dürren und Hochwasser werden verstärkt. Aber können wir genug Bäume pflanzen und Wasser zurückhalten, ohne Landwirtschaft und Ernährung zu gefährden? Lässt sich das Klima regional oder auch als Ganzes wieder abkühlen?

Einfache, günstige und großflächig anwendbare Möglichkeiten dafür sind Agroforstwirtschaft und Wasserrückhalt nach dem Ansatz des Keyline Design. Ziel dieser Planungsmethode ist es, ein Gelände oder einen Acker so zu gestalten, dass Regen bestmöglich vom Boden aufgenommen, verteilt und gespeichert wird. Nach einer fundierten Analyse werden dazu Gräben oder Furchen gezogen, nicht waagrecht zum Hang, sondern mit bewusst gewähltem Gefälle. Diese können abfließendes Regenwasser leiten, sodass es langsam im Boden versickert. Auch Erosion wird verhindert. Diese Grabenstrukturen werden oft mit Gehölzen bepflanzt, um die Vorteile zu verstärken. So entstehen grüne, kühlende Klimalandschaften. Gemeinsam und zum Nutzen von Bauern und Bäuerinnen haben wir damit einen gewaltigen Hebel, mit dem nationale und europäische Klimaziele doch noch erreicht werden könnten. Dieses Buch macht Hoffnung und ergründet praxisnah, wie das möglich ist.

Ist das Funding erfolgreich, erscheint das Buch im Februar 2025.

Agroforst wird wahrgenommen: die Landwirtschaftsminister kommen zu den Projekten!

Agroforst hat viele Gesichter und wird immer mehr als Lösung für die Multikrisen wahrgenommen. Die praktische Umsetzung in verschiedensten Betrieben zieht nun auch die Politik mit.
Philipp Burckhard von Agroforst.jetzt, (eine Initiative, die wir auch unterstützen) schreibt uns dazu:

Cem Özdemir besucht Werragut

Der Agroforst-Betrieb Werragut hatte vergangene Woche Besuch vom Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Dabei bestätigte er: “Agroforst gehört für mich zu einem Teil der notwendigen Veränderung der Landwirtschaft – als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Klimaschützer und als erfolgreicher Wirtschaftsfaktor für die Betriebe“.
Das Thema Agroforst soll zukünftig im BMEL mit einer klaren Ansprechperson gebündelt werden, so dass „die Handbremse gelöst“ wird.
Auch die von Agroforst.jetzt geforderte praxisnahe Investitionsförderung wurde als wichtiger Veränderungswunsch adressiert.

Update: Sachsen-Anhalt.

Auch in Sachsen-Anhalt hat der Landwirtschaftsminister Sven Schulze vergangen Monat das Ökodorf Sieben Linden besucht und hierbei einen Agroforst-Baum gepflanzt: https://www.az-online.de/altmark/beetzendorf-diesdorf/sachsen-anhalts-landwirtschaftsminister-besuchte-das-oekodorf-sieben-linden-93071900.html

Neben der Forderung “Agroforst jetzt! Herr Landwirtschaftsminister!“ wurden hierbei die landesspezifischen Handlungsmöglichkeiten mit Agroforstexperten eingehend erörtert und Chancen aufgezeigt, die Agroforst bieten kann. Zudem wurde das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des europäischen Förderprogramms AF4EU als Projektregion in Deutschland ausgewählt. Mehr dazu auf LinkedIn.

Wir vom Team Waldgartenkongress freuen uns, dass die Politik nun Agroforst wahrnimmt!

Naturpark Schwarzwald bietet Agroforst Beratungs- und Anlagenförderung! Infoveranstaltung 13.6. 19:30 Uhr

Naturpark bietet Agroforst Beratungs- und Anlagenförderung! Ab sofort können Betriebe, die sich in der Kulisse des Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und/oder der Bio-Musterregion Mittelbaden+ befinden, auf eine Agroforst Förderung bewerben.

Um eine Agroforst Modellregion aufzubauen, sucht der Naturpark 10 Betriebe, die als Pilotbetriebe Agroforst Systeme bei sich etablieren. Die ausgewählten Betriebe erhalten eine kostenlose, betriebsspezifische Agroforstberatung sowie Pflanzgut und -materialien im Wert von bis zu 7.000€ pro Betrieb.

Alle weiteren Informationen findet ihr unter: https://naturparkschwarzwald.de/klima/Agroforst/?i=s

Außerdem findet am kommenden Donnerstag am 13.06.2024 um 19:30-21:00 Uhr eine interessante online-Infoveranstaltung statt, zu der ich euch alle herzlich einlade: Agroforst Modellregion im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord – Praxisbeispiele, Förderung und Wertschöpfung

Anmeldung unter: https://naturparkschwarzwald.de/service/Veranstaltungen/teilnehmen

Bitte um Anmeldung bis zum 12.06. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Bei Fragen schreibt gern an Niklas Kullik (Projektkoordination Agroforst) unter kullik@naturparkschwarzwald.de oder telefonisch unter 07223 95 77 15-34

Reminder: Stammtisch zum Fördertopf „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW), mit dem auch Waldgärten gefördert werden können: Dienstag 11.6.24 19:30 Uhr

9. Stammtisch für Waldgarten- und vielfältige Agroforstsysteme am Dienstag 11.6.2024 um 19:30 Uhr

Zum Initialthema für diesen neunten Waldgartenstammtisch wählen wir den neuaufgelegten Fördertopf „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW), mit dem auch Waldgärten in Kommunen und Maßnahmen am Rand der Kommunen gefördert werden können.
Angeführt wird die Runde zum gemeinsamen Austausch dazu von Astrid aus Flensburg. Sicher gibt es bundesweit schon andere Projekte und Initiativen, die einen Förderantrag vorbereiten.
Wir wollen uns nach einem kleinen Input von Astrid zu den Anforderungen und Spezialitäten und Möglichkeiten dieses Förderinstruments austauschen.

Projekte, die einen Antrag schreiben wollen, können sich hier über uns zusammenfinden, um ggf gemeinsam mit anderen einen Antrag zu formulieren und die aufkommenden Fragen gemeinsam zu lösen.
Anfallende Recherchearbeiten könnten ebenfalls aufgeteilt werden und so auf allen Seiten Zeitersparnis und sicher auch mehr Spaß entstehen!

Bitte schaut euch die Präsentation über das Förderprogramm und dessen Inhalte selbständig vor dem Stammtisch an, damit wir in eine möglichst inhaltsreiche Diskussion eintauchen können.

-> Hier geht es zum Seite des Stammtisches mit dem Link zur Veranstaltung

Stammtisch zum Fördertopf „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW), mit dem auch Waldgärten gefördert werden können: 11.6.24 19:30 Uhr

9. Stammtisch für Waldgarten- und vielfältige Agroforstsysteme am Dienstag 11.6.2024 um 19:30 Uhr

Zum Initialthema für diesen neunten Waldgartenstammtisch wählen wir den neuaufgelegten Fördertopf „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW), mit dem auch Waldgärten in Kommunen und Maßnahmen am Rand der Kommunen gefördert werden können.
Angeführt wird die Runde zum gemeinsamen Austausch dazu von Astrid aus Flensburg. Sicher gibt es bundesweit schon andere Projekte und Initiativen, die einen Förderantrag vorbereiten.
Wir wollen uns nach einem kleinen Input von Astrid zu den Anforderungen und Spezialitäten und Möglichkeiten dieses Förderinstruments austauschen.
Projekte, die einen Antrag schreiben wollen, können sich hier über uns zusammenfinden, um ggf gemeinsam mit anderen einen Antrag zu formulieren und die aufkommenden Fragen gemeinsam zu lösen.
Anfallende Recherchearbeiten könnten ebenfalls aufgeteilt werden und so auf allen Seiten Zeitersparnis und sicher auch mehr Spaß entstehen!

Bitte schaut euch die Präsentation über das Förderprogramm und dessen Inhalte selbständig vor dem Stammtisch an, damit wir in eine möglichst inhaltsreiche Diskussion eintauchen können.

-> Hier geht es zum Seite des Stammtisches mit dem Link zur Veranstaltung