Waldgarten: Ernte und Wissen

Waldgärten feiern das ganze Jahr Erntedank:
Auf einem Acker erntest du Weizen in zehn Tagen — und dann ist es vorbei. Im Waldgarten hast du von März bis November Erntefenster: Bärlauch im März, Holunderblüte im Juni, Johannisbeere im Juli, Äpfel im September, Mispel nach Frost im November und während der ganzen Zeit Gemüse, Salate, Blumen.

Wie sieht das nun in der Realität aus? Vielfalt ernten und verarbeiten… dabei entstehen ganz spezielle Herausforderungen. Hanne Zech betreibt den Mienbacher Waldgarten seit 16 Jahren, inzwischen hat sie auch Tiere integriert und produziert mit Raritäten, zb Damaszener Rosen.

Beim 34. Waldgartenstammtisch wird sie auch ihr Buch über Waldgarten vorstellen, das ihre langjährigen Erfahrungen teilt. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Abend!

AM 11.8. um 19:30 Uhr online und kostenfrei: Teilnahme. http://www.waldgartenkongress.de/stammtisch

Die Welt braucht Food Forester

Die Welt braucht Macher: Warum wir professionelle Food Forester ausbilden

Ein Waldgarten ist weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen – er ist ein hochkomplexes, lebendiges System. Doch die beste Planung und die schönste Vision nützen wenig, wenn niemand da ist, der dieses System fachgerecht steuern, pflegen und beernten kann. Während Initiativen wie der DeFAF den Möglichkeitsraum und Austausch schaffen, und Plattformen wie Waldgartenkonzept.de das theoretische Fundament legen und der Waldgartenkongress.de die strategische Vernetzung fördert, stellt safft4.eu eine entscheidende Frage: Wer bringt das System zum Laufen und hält es dort?

Der Food Forester: System-Manager statt Hobbypflanzer

Wir müssen das Bild des „Gärtners“ neu definieren. Ein Food Forester ist der Dirigent eines essbaren Ökosystems. Er versteht die synergetischen Beziehungen zwischen den verschiedeen Schichten und Mitbewohnenden des Waldgartens, managt Nährstoffkreisläufe und weiß genau, wann regulierende Eingriffe nötig sind, um die Produktivität zu steigern, ohne die ökologische Balance zu stören. Er kann

Diese Betriebskompetenz ist der Flaschenhals der Agrarwende.
Es reicht nicht, Bäume zu pflanzen; wir brauchen Experten, die:

  • Komplexe Agroforst-Systeme ökonomisch und ökologisch bewirtschaften.
  • Resilienzstrategien gegen Extremwetterereignisse operativ umsetzen.
  • Erntefolgen so koordinieren, dass sie lokale Märkte stabil bedienen können.

Warum das Training auf safft4.eu den Unterschied macht

Die Inhalte von Waldgartenprojekt.de zeigen uns eindrucksvoll, was möglich ist. Doch um diese Leuchttürme in die Fläche zu bringen, benötigt es professionelles Handwerk. Unsere Ausbildung auf safft4.eu setzt genau hier an. Wir bilden keine Theoretiker aus, sondern Praktiker mit Systemverständnis.

Das Training ist radikal auf die inhaltliche Ausrichtung des „Betreibens“ fokussiert. Wir vermitteln nicht nur das „Was“ und „Warum“, sondern vor allem das „Wie“. Wie gehe ich mit Sukzession um? Wie automatisiere ich Pflegeprozesse in einem so dichten System? Wie mache ich aus einer ökologischen Oase einen funktionierenden Betrieb?

„Ein Waldgarten ohne Food Forester ist wie ein Orchester ohne Dirigent:
Das Potenzial ist da, aber die harmonische Entwicklungsrichtung fehlt.“

Werde zum Experten der Zukunft

Die Klimakrise wartet nicht. Die Transformation unserer Landwirtschaft braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung für regenerative Flächen zu übernehmen. Wenn du nicht nur träumen, sondern ein produktives Ökosystem steuern willst, ist das Training zum Food Forester dein Weg.

Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass aus Waldgarten-Konzepten echte, dauerhafte Waldgarten-Realitäten werden.

Erasmus+: SAFFT4EU – Food Forester Training

Seit Dezember 2025 sind wir im Rahmen einer Erasmus+ Kooperationspartnerschaft Teil des EU-geförderten Projekts „SAFFT4EU – Food Forester Training: Species-rich agroforestry, food forest and forest garden training for Farmers in the EU“.

Das Projekt soll Praktiker:innen aus den Bereichen Landwirtschaft und Gemüsebau befähigen, artenreiche Waldgartensysteme (Food Forests) zu verstehen, zu betreiben und weiterzuentwickeln. Diese Agroforstsysteme stabilisieren Erträge, fördern Biodiversität und Humusaufbau, verbessern die Bodengesundheit, vermindern Bodenerosion und speichern Wasser – sie verbinden ökonomische Effizienz mit ökologischer Verantwortung. 

Der Lehrgang soll praxisorientierte Online-Module mit Vor-Ort-Workshops in vier europäischen Ländern (DE, BG, PT, AT) kombinieren. Inhalte werden in den jeweiligen Landessprachen vermittelt werden und alle relevanten Themen abdecken: von ökologischen Prinzipien über Pflanzen- und Bodenkenntnis bis hin zu Management und Vermarktung. 

Gemeinsam mit fünf anderen Partnerorganisationen bündeln wir dabei unser Wissen, um Best Practices zu verbreiten. Teilnehmende erwerben praxisnahes Know-how, das sie direkt in ihren Betrieben anwenden können – für eine regenerative Landwirtschaft, nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine zukunftsfähige europäische Landwirtschaft. Die Materialien erscheinen voraussichtlich 2027.

Partnerorganisationen

Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt von den folgenden Partnerorganisationen zusammen entwickelt wird:

Die Website www.SAFFT4.EU wird regelmäßig News über den Projektfortschritt des Food Forester Trainings zeigen.

Essbare Wälder und kostenlose Grundversorgung mit gesunden Lebensmitteln für alle? -> am 8.7. 19:30 Uhr beim Waldgartenstammtisch!

Vortrag mit Infos und Diskussion am 8.7. 19:30 Uhr beim 21. Waldgartenstammtisch (online)

Am Dienstag (8.7.25) kannst du dich beim  21. Waldgartenstammtisch von Anna Holls Initiative „VifaGe (Vielfalt Geniessen)“ inspirieren lassen. Ihr Thema:

Wie schaffen wir eine kostenlose Grundversorgung mit gesunden Lebensmitteln für alle?

In ihrem Verein entwickelt sie mit dem Konzept „Essbare Wälder“ unter anderem neuartige Pflanzkonzepte.  Es ermöglicht eine kostenlose Nussernte für alle, ohne eigenen Landbesitz und ohne zusätzliche Langzeitpflegemaßnahmen. Das kulinarische Angebot wird Wal-, Schwarz- und Haselnüsse umfassen, aber auch Butter-, Königs- und Pekannüsse, sowie Schuppenrinden-Hickory Nüsse und Edelkastanien. Essbare Eicheln runden das Angebot ab.

Annas Idee fand bislang großen Zuspruch. Es geht darum, Nahrung im Forst zu pflanzen, indem fruchttragende Bäume von Bürgerinitiativen in ‚ganz normale Wälder‘ gepflanzt werden. Auch Finanzierungsmöglichkeiten werden angesprochen.

Deswegen heißt der Vortrag  von  Anna Holl: „VifaGe (Vielfalt Geniessen) – Essbare Wälder“

21. Stammtisch am Dienstag 8.Juli 2025 um 19:30 Uhr

Waldgartenstammtisch: einfach hier klicken!

21.3. ist „Tag des Waldes“ der UN unter der Überschrift „Forests & Food“

Am 21.3. ist „Tag des Waldes“, den die UN unter die Überschrift „Forests & Food“ stellt (Veranstaltung dazu live aus Rom siehe unten).

Gehölze (also Bäume und Sträucher) in der Landbewirtschaftung sind nicht auf Wälder beschränkt, sie können auch auf Feld und Flur stehen – und das sollten sie auch. Denn sie bringen unsagbar viele Vorteile, weit über den Obst/Nahrungsertrag und das Holz hinaus: von Erosionsschutz und Klimakühlung angefangen, über die Verbesserung der Biodiversität, also mehr Arten an Pflanzen, und auch an Vögeln, Insekten, Kleinsäugern … was für unser Überleben tatsächlich eminent wichtig ist.

Lasst uns dafür sorgen, dass bei uns Nahrungswälder mehr umgesetzt werden, mehr Agroforstsysteme und mehr Waldgartensysteme in die Landschaft kommen… damit wir in Zukunft sicher, gut und klimasicher essen können.

https://www.fao.org/international-day-of-forests-2025/events/detail/forests-and-foods–celebrating-the-role-of-forests-in-food-systems/en

Unterstützung dafür gerne an Nahrungswald e.V. www.nahrungswald.com

VIDEOMITSCHNITT: Selina Tenzer: Waldgärten als insektenfördernde Produktionsmethode – Erfahrungen aus drei Jahren WaSYS – Waldgartenkongress 2024

Selina Tenzer nimmt uns mit zu den fünf Waldgartensystemen des Forschungsprojektes WaSYS in der Prignitz, Brandenburg. Sie geht auf die Herausforderungen der Umsetzung unter erschwerten klimatischen Bedingungen ein und teilt erste Ergebnisse des projektinternen Monitorings, u.a. zum Thema Insektenförderung.

Den Videomitschnitt ihres Vortrags und die inhaltliche Beschreibung findest du hier.

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VIDEOMITSCHNITT: Martin Raabe: Völkische Siedler und ihre Netzwerke – Waldgartenkongress 2024

Was haben völkische Siedler mit Waldgärten zu tun? Im Themengebiet Ökologie & Landwirtschaft gibt es inhaltliche Überschneidungen zwischen verschiedenen Gruppierungen – darunter auch rechtsextreme und völkisch-nationalistische. Diese sind nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen, und es besteht die Gefahr von Verwechslung und Unterwanderung. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, gibt Martin Raabe von der “Gruppe beherzt – Für Demokratie und Vielfalt” einen ausführlichen Überblick über aktuelle rechte Gruppierungen & Strömungen in Deutschland. Er geht auf ihre Ideologien, Strategien und ihr Auftreten ein. Dabei berichtet er auch aus persönlicher Perspektive als Bewohner eines besonders stark betroffenen Landkreises.

Den Videomitschnitt seines Vortrags und die inhaltliche Beschreibung findest du hier.

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VIDEOMITSCHNITT: Katrin Sonnleitner: Wesensgemäße Bienenhaltung – Imkern im Einklang mit Biene, Mensch und Natur – Waldgartenkongress 2024

Wie lebt ein Bienenvolk im Jahreslauf? Welche Rolle spielen Honigbienen in Wald und Landschaft? Wie können wir verantwortungsvoll Honigbienen halten und mit den Bienen imkern – in Beziehung zu den Bienen, den Menschen und anderen Mitwesen im Flugradius eines Honigbienenvolkes? Gemeinsam tauchen wir ein in die erstaunliche Organisation von Honigbienenvölkern. Anhand der Grundsätze der wesensgemäßen Bienenhaltung besprechen wir, wie eine Bienenhaltung in eigenen Projekten umgesetzt werden kann.

Den Videomitschnitt ihres Vortrags und die inhaltliche Beschreibung findest du hier.

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VIDEOMITSCHNITT: Ines Walter: Polykrisen: Ein Leben im Zusammenbruch?! Können Waldgärten Hoffnung geben? – Waldgartenkongress 2024

Verzweiflung, Wut, Ohnmacht … Wie können wir emotional einen Umgang mit den „wicked problems“ unserer Zeit finden?

Ines Walter gibt in ihrem Workshop Inputs zu Burnout-Prävention und Grundlagen psychischer Gesundheit. Außerdem öffnet sie einen Raum für Austausch: Schmerz, Solastalgie, Trauer und Wut zuzulassen birgt Potential für Erfahrungen von Verbundenheit und Gemeinschaftsbildung.

Den Videomitschnitt ihres Workshops und die inhaltliche Beschreibung findest du hier.

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VIDEOMITSCHNITT: Jennifer Schulz: „Urbane Waldgärten“ – Vortrag beim Waldgartenkongress 2024

Warum sind Waldgärten in Städten sinnvoll? Wo, mit wem und unter welchen Bedingungen können sie entwickelt werden? Neben Einblicken zum Vorgehen und zu Herausforderungen werden praktische Erfahrungen aus dem Projekte Urbane Waldgärten geteilt, u.a. von der Umsetzung in Modellprojekten in Berlin und Kassel und zum begleitenden Monitoring.

Den Videomitschnitt ihres Vortrags und die inhaltliche Beschreibung kannst du nun hier sehen;

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