Leon Bessert: Förderung der Biologischen Vielfalt durch Agroforstwirtschaft

Videomitschnitt:
Leon Bessert:  Biologische Vielfalt durch Agroforst
Waldgartenkongress 2024

Thema: Ökologie & Boden
Level: Neueinsteigende

Wann: Freitag, 20:30-21:30 Uhr
Wer: Leon Bessert
Web: https://agroforst-info.de/sebas/

Kapitel:
00:00 Einführung
03:08 Stand der Forschung
10:25 Projekt SEBAS
19:29 Brücke zwischen Landwirtschaft und Naturschutz
24:26 Grad der Komplexität

Welche Effekte haben Gehölzstreifen in einem einfach strukturierten Agroforstsystem auf die biologische Vielfalt von Insekten?

Das untersucht das Projekt SEBAS. Der Vortrag von Leon Bessert vom Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) schlägt eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Den Videomitschnitt ihres Vortrags kannst du hier starten:

Der Verlust der biologischen Vielfalt („Biodiversität“), insbesondere auch in Bezug auf Insekten in Agrarlandschaften, ist erheblich. Die Gründe hierfür sind vielfältig, wobei neben dem regelmäßigen Einsatz von Pestiziden eine Hauptursache in dem Verlust strukturreicher Landschaften zu sehen ist. Die Agroforstwirtschaft wirkt diesem Strukturverlust entgegen und fördert somit die biologische Vielfalt!

Im Projektvorhaben SEBAS arbeiten Landwirtschaftsbetriebe, Verbände sowie Forschungseinrichtungen eng zusammen, um die Auswirkungen von Agroforstsystemen (AFS) auf die biologische Vielfalt zu untersuchen. Bei den Gehölzen in den zu untersuchenden AFS handelt es sich ausschließlich um Pappel-Hybride. Durch die einfache Gehölzart lässt sich untersuchen ob lediglich die Struktur der Gehölzstreifen einen Mehrwert auf die biologische Vielfalt hat, unabhängig von der Gehölzdiversität. Im Rahmen von SEBAS werden ebenfalls Möglichkeiten aufgezeigt, wie Gehölzstreifen hinsichtlich der Gehölzdiversität weiterentwickelt werden können. So dient das SEBAS-Modell als Einstieg für Landwirt:innen in die Agroforstwirtschaft auf Basis dessen verschiedene AFS hinsichtlich des Produktionsziel und der Gehölzartendiversität erprobt werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt in SEBAS ist die Agroforstwirtschaft als Brücke zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu etablieren. Als Naturschutzvorhaben werden in SEBAS potentielle Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Agroforstwirtschaft gemeinsam mit Vertreter:innen des Naturschutzes identifiziert, analysiert und Lösungsansätze entwickelt. Somit soll die Agroforstwirtschaft als Möglichkeit aufgezeigt werden, den Naturschutz in der Landwirtschaft zu integrieren und gleichzeitig die Akzeptanz und Wertschätzung der Agroforstwirtschaft von Seiten der Landwirtschaft zu fördern. Denn nur mit den Landbewirtschaftenden gemeinsam ist die flächendeckende Umsetzung von Agroforstsystemen möglich um eine strukturreiche, resiliente, biodiversitätsfördernde und produktive Landwirtschaft der Zukunft zu realisieren.

Das Projekt SEBAS wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Den Videomitschnitt ihres Vortrags kannst du hier starten:

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